Sunday, April 15. 2007
ich ziehe um
Besser gesagt: ich bin schon umgezogen und nun doch noch beim Flaggschiff der Blogprogramme gelandet. Nachdem die Sammeltasse anfangs ganz gut gestartet ist, gibt es leider außer den beiden großen Server-Zusammenbrüchen der letzten Monate immer wieder Probleme mit dem Einloggen, Editieren oder überhaupt mit dem Zugriff. Außerdem kommt Serendipity nicht wirklich mit meinen Browsern zurecht - erst recht nicht, wenn es um Bilder oder Grafik geht. Außerdem nervt es, dass hier, wenn man lang genug keine Zeit zum Schreiben hat, ungefragt Anzeigen für's 'Universelle Leben' und anderes auftauchen. Und ganz abgesehen von den technischen Problemen - finde ich das Template drüben einfach schöner ![]()
"Drüben" - das ist nun die neue "Brockenstube". Da geht's weiter. Sie hat inzwischen ihren Probelauf prima absolviert und dort wird die Sammeltasse ins Regal gestellt. Ich lasse das Blog hier noch stehen, weil hinter manchen Einträgen echt Arbeit steckt und sich neue vielleicht auch auf Manches hier beziehen werden. Aber aktualisiert wird nichts mehr. Wir sehen uns in der Brockenstube ![]()
Saturday, February 24. 2007
krippenkrieg
Friday, February 23. 2007
ein klares bekenntnis
Sie wünscht sich ein klares Bekenntnis der Christen in unserem Land, weil der christliche Glaube Europa am nachhaltigsten geprägt habe. Und das ist gut so. Aber warum hören wir solche Sätze leider selten aus den eigenen kirchlichen Reihen?
gefährliche blogs
ein bischof im spagat
In einem FAZ-Interview äußerte der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, einige interessante Sätze. Manches davon sind gute, dringend nötige Impulse - anderes zeigt aber auch ein tiefes Dilemma auf. Huber hat zweifellos recht wenn er sagt:
"Die Erneuerung der evangelischen Kirche kann aus dem Kern des christlichen Glaubens, aus dem Verkündigungsauftrag heraus erfolgen. ... Das Wesentliche an den Traditionen des christlichen Glaubens sind seine Inhalte, nicht seine Strukturen. Und es muss viel stärker darum gehen, diese Inhalte zum Leuchten zu bringen. Wir sind verpflichtet, Strukturen überall dort zu bewahren, wo sie dieser Aufgabe dienen; wo sie ihr im Wege stehen, müssen wir sie ändern."
In der Tat war das Evangelium von Jesus Christus noch nie an "heilige Strukturen" gebunden, sondern hat sich in verschiedenen Kulturen und Völkern auch immer eigene, kreative Formen geschaffen. Und Kirchen in anderen Kulturen scheinen umso beständiger und geistlich tragfähiger zu sein, je weniger sie koloniale Abziehbilder westeuropäischer Kirchen wurden. Die rasante Veränderung unserer eigenen Kultur und Gesellschaft ist dagegen für unsere Kirche eine neue, seit Jahrhunderten so nicht gekannte Herausforderung. Hoffentlich gelingt es, darin die "Inhalte zum Leuchten zu bringen". In diesem Zusammenhang formuliert Huber aber auch gleich das Dilemma:
"In Europa aber sind wir durch die Aufklärung gegangen, die nicht rückgängig zu machen ist. Wir müssen immer beachten, dass wir die Leuchtkraft des Evangeliums, die Schönheit gelebter Spiritualität zum Ausdruck bringen und gleichzeitig im Bewusstsein behalten: Wir sind Christen, die die Aufklärung ganz bewusst bejahen."
Hier findet sich der Bischof im Spagat wieder, denn seit Jahrzehnten gehen Theologen durch eine akademische, historisch-kritische Ausbildung, die das Vertrauen in die Bibel nicht gerade fördert, sondern eher zersetzt und untergräbt. Wenn jemand durch diese Ausbildung gegangen ist, sind für ihn die meisten Inhalte der Bibel lediglich von frommen Menschen erfunden und erdacht worden (wenn das die Theologie natürlich auch sehr viel vornehmer und "wissenschaftlicher" formuliert). Wer kann dann noch kraftvolle Predigten halten und die "Leuchtkraft des Evangeliums" Menschen von heute nahebringen?
Der kürzlich geäußerten Kritik von "kulturschaffenden" Berlinern begegnet Huber dagegen ganz gut und brechtigt. Und seinem Plädoyer für sorgfältige, ansprechende Gottesdienste kann ich nur zustimmen:
"Nur sollten wir auch hier nicht in die Falle des Zeitgeistes tappen. Es gibt eine zeitgeistige Sehnsucht nach einem Gottesdienst, der ästhetisch ansprechend und bilderreich, aber inhaltlich möglichst wenig anspruchsvoll sein soll. Wir wollen hingegen einen Gottesdienst, der von der Qualität der Predigt lebt wie auch von einer anspruchsvollen Liturgie mit schönen, sangbaren Liedern."
So ist es. Fragt sich nur, was "schöne, sangbare Lieder" sind für Leute, die im Alltag nur mit "Antenne" oder "NDR2" leben. Sind das wirklich die Lieder, die vor zwei- bis dreihundert Jahren für Instrumente geschaffen wurden, für die sich seit Jahrzehnten immer weniger Leute finden, die sie überhaupt spielen wollen? Dazu gibt es seit Jahren andere Ansätze. Und wenn wir als Kirche von den Menschen noch verstanden werden wollen, wird auch hier ein Mentalitätswandel nötig sein - und manchen genau so wehtun wie strukturelle Veränderungen.
Wednesday, February 21. 2007
die welt mit neuen augen sehen

Eine Welt-Armutskarte bietet natürlich fast das umgekehrte Bild - während Europa und Amerika nur schmale Striche bilden, dominieren die afrikanischen, vorderasiatischen und islamischen Länder:

Entsprechend präsentiert sich eine Verteilung von Todesopfern durch Dürre- und Hungerkatastrophen so:

klimathriller
Durch meine momentane Entspannungslektüre sehe ich diese oder jene Pressemeldung doch mit etwas anderen Augen. Abgesehen davon, dass im Net ja längst die ultimativen Beweise für "global warming" kursieren - die Materie ist wirklich äußerst kompliziert, aber eben auch politisch und ideologisch sehr umstritten. Kein Wunder, dass Crichton mit seinem Thriller einiges an Diskussion, Kritik und ideologischen Spott auslöst. In einem Punkt muss ich vielen Kritikern zustimmen: das Buch ist auf weiten Strecken sehr faktenlastig - eher ein engagierter Aufruf zur unabhängigen, ideologiefreien Auseinandersetzung mit dem Thema Umweltschutz mit Rahmenhandlung als ein echter Thriller. Was Charaktere, Spannung und Dramaturgie angeht, hat Crichton in seinen medizinischen, psychomystischen oder prähistorischen Zeiten schon Besseres geschrieben.
Thursday, February 15. 2007
da isse wieder
Nach einem zeitweisen Zusammenbruch des Providerservers scheint das Blog nun wieder zu funktionieren: die "Sammeltasse" ist zurück auf der "Bühne des Mobs und der Wichtigtuer" und kann weiter gefüllt werden. Ob ich dazu Zeit finden werde, bleibt allerdings abzuwarten...
Wednesday, January 17. 2007
be yourself
Wer kennt das nicht: zu oft wollen wir gern anders sein. Woanders oder jemand anders, mit anderen, anscheinend besseren Gaben und Fähigkeiten ausgestattet, einfach anders jedenfalls - und übersehen dabei nur zu gern das Potential und die Berufung, die Gott genau in unsere derzeitige, heutige persönliche Geschichte und Situation gelegt hat. In der heutigen "daily meditation" der Nouwen-Society steht das nochmal viel schöner und treffender:
"Often we want to be somewhere other than where we are, or even to be someone other than who we are. We tend to compare ourselves constantly with others and wonder why we are not as rich, as intelligent, as simple, as generous, or as saintly as they are. Such comparisons make us feel guilty, ashamed, or jealous. It is very important to realize that our vocation is hidden in where we are and who we are. We are unique human beings, each with a call to realize in life what nobody else can, and to realize it in the concrete context of the here and now.
We will never find our vocations by trying to figure out whether we are better or worse than others. We are good enough to do what we are called to do. Be yourself!"

Kommentare
Mon, 18.12.2006 07:25
nun ja. da die einzelnen büche r von verschiedenen über [...]
Fri, 29.09.2006 08:36
Da gibt es noch zwei interessa nte Links zu Linux im ch [...]
Sun, 10.09.2006 13:48
Woher wusste ich nur, dass irg end so etwas kommen würd [...]
Sat, 09.09.2006 18:41
Das kannst du öfter sagen! Eig entlich schade, dass du [...]