Friday, February 23. 2007
ein klares bekenntnis
Sie wünscht sich ein klares Bekenntnis der Christen in unserem Land, weil der christliche Glaube Europa am nachhaltigsten geprägt habe. Und das ist gut so. Aber warum hören wir solche Sätze leider selten aus den eigenen kirchlichen Reihen?
gefährliche blogs
ein bischof im spagat
In einem FAZ-Interview äußerte der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, einige interessante Sätze. Manches davon sind gute, dringend nötige Impulse - anderes zeigt aber auch ein tiefes Dilemma auf. Huber hat zweifellos recht wenn er sagt:
"Die Erneuerung der evangelischen Kirche kann aus dem Kern des christlichen Glaubens, aus dem Verkündigungsauftrag heraus erfolgen. ... Das Wesentliche an den Traditionen des christlichen Glaubens sind seine Inhalte, nicht seine Strukturen. Und es muss viel stärker darum gehen, diese Inhalte zum Leuchten zu bringen. Wir sind verpflichtet, Strukturen überall dort zu bewahren, wo sie dieser Aufgabe dienen; wo sie ihr im Wege stehen, müssen wir sie ändern."
In der Tat war das Evangelium von Jesus Christus noch nie an "heilige Strukturen" gebunden, sondern hat sich in verschiedenen Kulturen und Völkern auch immer eigene, kreative Formen geschaffen. Und Kirchen in anderen Kulturen scheinen umso beständiger und geistlich tragfähiger zu sein, je weniger sie koloniale Abziehbilder westeuropäischer Kirchen wurden. Die rasante Veränderung unserer eigenen Kultur und Gesellschaft ist dagegen für unsere Kirche eine neue, seit Jahrhunderten so nicht gekannte Herausforderung. Hoffentlich gelingt es, darin die "Inhalte zum Leuchten zu bringen". In diesem Zusammenhang formuliert Huber aber auch gleich das Dilemma:
"In Europa aber sind wir durch die Aufklärung gegangen, die nicht rückgängig zu machen ist. Wir müssen immer beachten, dass wir die Leuchtkraft des Evangeliums, die Schönheit gelebter Spiritualität zum Ausdruck bringen und gleichzeitig im Bewusstsein behalten: Wir sind Christen, die die Aufklärung ganz bewusst bejahen."
Hier findet sich der Bischof im Spagat wieder, denn seit Jahrzehnten gehen Theologen durch eine akademische, historisch-kritische Ausbildung, die das Vertrauen in die Bibel nicht gerade fördert, sondern eher zersetzt und untergräbt. Wenn jemand durch diese Ausbildung gegangen ist, sind für ihn die meisten Inhalte der Bibel lediglich von frommen Menschen erfunden und erdacht worden (wenn das die Theologie natürlich auch sehr viel vornehmer und "wissenschaftlicher" formuliert). Wer kann dann noch kraftvolle Predigten halten und die "Leuchtkraft des Evangeliums" Menschen von heute nahebringen?
Der kürzlich geäußerten Kritik von "kulturschaffenden" Berlinern begegnet Huber dagegen ganz gut und brechtigt. Und seinem Plädoyer für sorgfältige, ansprechende Gottesdienste kann ich nur zustimmen:
"Nur sollten wir auch hier nicht in die Falle des Zeitgeistes tappen. Es gibt eine zeitgeistige Sehnsucht nach einem Gottesdienst, der ästhetisch ansprechend und bilderreich, aber inhaltlich möglichst wenig anspruchsvoll sein soll. Wir wollen hingegen einen Gottesdienst, der von der Qualität der Predigt lebt wie auch von einer anspruchsvollen Liturgie mit schönen, sangbaren Liedern."
So ist es. Fragt sich nur, was "schöne, sangbare Lieder" sind für Leute, die im Alltag nur mit "Antenne" oder "NDR2" leben. Sind das wirklich die Lieder, die vor zwei- bis dreihundert Jahren für Instrumente geschaffen wurden, für die sich seit Jahrzehnten immer weniger Leute finden, die sie überhaupt spielen wollen? Dazu gibt es seit Jahren andere Ansätze. Und wenn wir als Kirche von den Menschen noch verstanden werden wollen, wird auch hier ein Mentalitätswandel nötig sein - und manchen genau so wehtun wie strukturelle Veränderungen.
Wednesday, January 17. 2007
renate hat geträumt
Sunday, December 17. 2006
blogworld
Die Bloggerei - manchmal auch Blogg-o-mania - nimmt erfreulicherweise auch unter Christen zu und manches aus diesem Sektor ist durchaus spannend und inspirierend zu lesen. Kürzlich hat die Webagentur "Design82" mit "Relevant Blogs" begonnen - einem "Projekt, dass es sich zum Ziel gemacht hat, gute christliche Blogs zu einem Netzwerk zusammenzufügen" - eine prima Idee. Nun bleibt allerdings abzuwarten, was man dort auf Dauer für "relevant" halten wird ![]()
In der unerschöpflichen Blogworld habe ich vor einiger Zeit auch "On my desk" entdeckt. Künstler, Designer, Illustratoren und andere Kreativlinge geben dort - vorwiegend durch Bilder - einen Blick auf ihre Arbeitstische, Regale, Studios, Wühlkisten und sonstigen kreativen Geheimnisse. An so einem Regentag wie heute macht es einfach Spaß, auch mal in sowas zu stöbern!
Sunday, October 29. 2006
israels "freunde" und freunde
Manchmal scheint die Wunschrealität der EU nur noch wenig mit der Wirklichkeit zu tun zu haben. So behauptete neulich der außenpolitische EU-Beauftragte Javier Solana in einem Interview der Jerusalem Post doch glatt: "Hamas doesnt want to destroy Israel". Selbst die naturgemäß heftig umkämpfte Wikiseite zur Hamas muss zugeben: "die Gründungscharta der Hamas von 1988 erklärt 'die Fahne Allahs über jedem Zoll von Palästina aufzuziehen' zum ideologischen Ziel der Organisation, was indirekt die Auflösung des Staates Israel ... implizieren würde". Und sogar das ZDF urteilt in diesem Fall realistischer. In demselben Interview sagt Solana von sich, er sei "a good friend of Israel". Da trifft wohl wieder die alte Weisheit zu: wer solche Freunde hat, braucht eigentlich keine Feinde mehr.Friday, October 27. 2006
mathildes abenteuer und anderes
Die Agentur Behn & Friends, spezialisiert auf Beratung, Training und Coaching hat ihren Webauftritt ansprechend überarbeitet. Von den vielen frei zugänglichen "Artikeln und Instrumenten" zu verschiedensten Themen, aber auch durch den monatlichen Newsletter habe ich dort schon oft gute Anregungen und Impulse bekommen. Ein sehr pfiffiger, unterhaltsamer und anregender Behn-Ableger ist auch die Seite blueprints. Von "Mathildes Abenteuern" zum Selbstmanagement über das "Gehirnjogging" bis zu Artikeln und Downloads gibt's dort ebenfalls viele wertvolle Anregungen. Und natürlich auch den oft recht unterhaltsamen "Guten-Morgen-Newsletter".
Monday, October 23. 2006
staunenswert
Meine persönliche Arbeitslage führt im Moment leider zu einem kleinen Blogstau, obwohl sich in letzter Zeit so manches angesammelt hat, das eigentlich eine Erwähnung oder einen Kommentar verdient hätte. Weil ich das meiste davon ziemlich staunenswert fand, fasse ich unter diesem Titel heute einfach einiges zusammen. Erstaunlich erschien mir in letzter Zeit...
... dass die Schweizer ihre eigene Flagge provozierend finden und in einer Schweizer Schule einem Schweizer Kind ein T-Shirt mit einer Schweizer Flagge verbieten wollten, weil es "unter Umständen provokativ wirken und das soziale Klima negativ beeinflussen" könnte. Dabei lassen doch gerade die Eidgenossen ihre Flagge sonst so viel unbeschwerter als wir fröhlich an ihren Häusern und Gärten herumflattern. "Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen"? Die so von Schiller beschworenen selbstbewussten Rütlizeiten gehören offenbar der Vergangenheit an.
... dass die Helvetic Airways es trotzdem wagt, ihre Maschinen nun gerade mit diesem Schweizer Kreuz zu lackieren.
... wie man so viel unsachlichen und angstbesetzten Antiamerikanismus und Anti-Evangelikalismus in einem einzigen Artikel unterbringen kann. Aber dieser Autor ist damit von seiner Kirchenleitung ja neulich schon stehen gelassen worden.
... dass jetzt schon ur-traditionelle Knöpfe im englischen Landhausstil als Nazisymbole gelten.
... dass Human Rights Watch es über's Herz bringt, nicht nur wie immer die bösen Israelis zu kritisieren, sondern Vorwürfe gegen die Hisb'allah veröffentlicht.
... dass "Mikrokredite" nach dem Vorbild des Friedensnobelpreisträgers Mohammed Yunus allen Ernstes als Lösungsvorschlag für unsere neue "Armutsdebatte" genannt werden. Denn während man sich in Bangladesh mit diesem Geld wirklich eine Existenz aufbauen kann, bleibt Eigeninitiative hierzulande doch erst einmal im bundesdeutschen und EU-Vorschriften- und Bürokratiedschungel stecken.
Monday, October 16. 2006
nanu?
Hat sich hier wohl jemand verlaufen, pardon verhackt? Da oder dort hätte ich einen Angriff aus dem Dar-al-Islam gegen unbequeme Wahrheiten ja verstanden. Aber bei unserem harmlosen, zumeist recht unprofilierten Sonntagsblättchen? Vielleicht nur eine Fingerübung von Nachwuchs-Djihadisten...

Kommentare
Mon, 18.12.2006 07:25
nun ja. da die einzelnen büche r von verschiedenen über [...]
Fri, 29.09.2006 08:36
Da gibt es noch zwei interessa nte Links zu Linux im ch [...]
Sun, 10.09.2006 13:48
Woher wusste ich nur, dass irg end so etwas kommen würd [...]
Sat, 09.09.2006 18:41
Das kannst du öfter sagen! Eig entlich schade, dass du [...]